Jorik während seiner Interpretation vom alten Jerry Lee Lewis Klassiker „Great Balls of Fire“. Man beachte die filigranen Riffs, die er mit seiner rechten Hand spielt…

Jorik während seiner Interpretation vom alten Jerry Lee Lewis Klassiker „Great Balls of Fire“. Man beachte die filigranen Riffs, die er mit seiner rechten Hand spielt…

Gehört hatte ich von sowas ja auch schon mal – glauben wollte oder konnte ich es nicht. Also, was es für Leute gibt, unfassbar, da gibt es doch Leute, die sind…
Aber halt, von vorne, der Reihe nach.
Jorik und ich waren gestern mal wieder laufen – kann ja schon mal vorkommen. Wir liefen also gemütlich unsere Standardrunde. Die in der Wettervorhersage angekündigten heftigen Regenschauer entpuppten sich dann doch eher als Sonnenschein mit ein wenig böigem Wind. Nach einigen Kilometern bogen wir von der Küstenkanalstraße in den ruhigeren Roten Steinweg ein. Jorik plapperte munter vor sich hin, wie er es immer kurz vorm Einschlafen macht, als mir in einiger Entfernung die Straße runter ein silberner Kombi auffiel, der langsam und stockend neben dem Fahrradweg herfuhr- merkwürdig.
Als ich dann näherkam sah ich dann auch einen größeren Hund, der sich dort tummelte, die Straße schnüffelnd entlanglief, dort mal in den Graben hüpfte, hier mal eben sein Revier markierte.
Da merkte ich es… die, ein Pärchen, fahren mit ihrem Hund Gassi…
Die tuckelten langsam und gemächlich im Standgas auf der Straße lang, hielten hier mal und warteten auf ihren Wuffi, fuhren dann wieder weiter und waren dabei die ganze Zeit am tratschen. Als ich vorbeilief und ehrlich gesagt ziemlich fassungslos mit nach unten hängendem Unterkiefer in das Auto reinstarrte, grinsten die beiden auch vergnügt zurück, die schienen das für total normal zu halten. Ich wäre an deren Stelle im Boden versunken.
Gehört hatte ich von sowas ja auch schon mal – glauben wollte oder konnte ich es nicht. Also, was es für Leute gibt, unfassbar, da gibt es doch Leute, die sind… die sind…, also, da fehlen mir einfach die Worte…

- „Du, Papa… schiebst du mich mal wieder durch die Gegend?“
Der Babyjogger ist ein gern genommenes Spielzeug von Jorik. Auch jetzt nach ca.500km, die ich, der Chlinichopper und der Kleine gemeinsam im letzten halben Jahr erlaufen haben, scheint ihm eine Spazierfahrt immer noch Spaß zu machen. Je doller befahrener die Straße, desto besser (ich lauf natürlich mit ihm auf den Fahrradweg) .
Unsere Standardstrecke(15,6km) führt am Küstenkanal über den Roten Steinweg nach Wildenloh und dann wieder zurück nach Hause.
Wer auf längeren Touren in unbekanntem Gelände mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird sich dem Charme einer GPS-gesteuerten Navigation auf dem Fahrrad nicht entziehen können.
Vor einiger Zeit habe ich mir ein Garmin etrex vista cx zugelegt, ein GPS-Gerät der Mittelklasse mit farbigem Display und Kartendarstellung. Das Gerät hat sogar eine sogenannte Autoroutingfunktion, dafür müssen aber noch für teuer Geld spezielle routingfähige Karten (zusätzlich zu den „normalen“ – auch teuren – Topokarten) auf das Gerät gespielt werden. Dies scheinen aber eher routingfähige Karten für den normalen Autoverkehr zu sein. Da kann man sich wohl mittlerweile günstiger einenTomtom oder ähnlichen Navigator für das Auto kaufen – demzufolge hab ich mir die geschenkt, bzw. das Kaufen derselben.
Mit den normalen Karten kann man dann auf dem PC mit der mitgelieferten Software sich eine Route zusammenklickern, diese aufs GPS überspielen und dann mithilfe der Routenfunktionalität des GPS die einzelnen Wegpunkte abfahren. Je mehr Wegpunkte man setzt, desto genauer ist natürlich das Ergbenis. Das GPS ist dann in der Lage, die Entfernung zum nächsten Wegpunkt anzugeben und in welche Himmelsrichtung man sich halten muss. Das klingt erstmal so ganz nett, war aber für mein Empfinden nicht ganz das was ich mir unter einem Radnavi vorstelle.
Jetzt hab ich mir dann mal den Radroutenplaner 5.0 zugelegt. Der Planer ermöglicht einem, neben dem eigentlichen Erstellen von Routen nach diversen Parameter, den Export der geplanten Touren in verschieden Formate. Für mich interessant waren
Nach etlichen Versuchen beim Rumspielen mit diversen Parametern war ich von der Qualität der exportierten Routen ein wenig enttäuscht. Egal was man machte: Auf dem GPS kam nur wiederum ein Haufen von nummerierten Wegpunkte an, mit den oben schon beschriebenen Nachteilen. Und das, obwohl in der ausdruckbaren Wegbeschreibung tolle Anweisungen standen. „Einfahren in Kreisverkehr“, „2. Möglichkeit aus Kreisverkehr auf die Hoppelwiesenstr.“, „Geradeaus weiter auf die Schlaglochallee“ usw.
Beim Öffnen der exportierten .gpx-Datei (Möglichkeit 3) in einem Texteditor sah ich aber, dass diese Anweisungen im <desc> Tag eines einzelnen Wegpunktes drinstanden, die aber leider weder von Mapsource oder dem GPS-Gerät ausgewertet wurden.
<rtept lat="53.120970" lon="8.204170">
<name>Kirchkimmen</name>
<desc>links abbiegen auf Marschweg</desc>
</rtept>
Was lag also näher, als ein kleines Programm zu schreiben, das halt eben diese desc-Wegpunktinformationen in das name-tag zu überträgt, das vom GPS-Gerät angezeigt wird. Aufgrund der recht wenigen Buchstaben, die man auf dem GPS sehen kann, werden dann auch z.B. die Informationen „links abbiegen auf“ sowie „rechts abbiegen auf“ durch ein < bzw. > Zeichen komprimierend ersetzt und man hat alle Infos die man braucht.


Bis jetzt hab ich mich einige Touren durch Felder, Wälder, Wiesen, Städte, Dörfer usw. navigieren lassen und muss sagen – klasse. Nur sinnvolle Informationen, wenn man wirklich abbiegen muss und dann mit Angabe der Straße und Richtung.
Neueste Kommentare