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Dangast Sky

Dangast Sky,
ursprünglich hochgeladen von derScheuch.

Ich fotografier gerne auch mal analog. So sehr ich meine große Digitale mag, manchmal ist es einfach schön, auch mal einen Film durch eine Kamera zu jagen – so wie früher. “Jagen” ist da natürlich das falsche Wort, meist lässt man sich damit ja mehr Zeit.
Die digitale Technik hat unbestreitbare Vorteile gegenüber der analogen. Das schönste finde ich dabei immer die totale Kontrolle über das, was vom Moment des Knipsens bis zum Zeigen (sei es am Rechner oder als Ausbelichtung) des Bildes, geschieht. Was hab ich mich früher immer geärgert, wenn meine Dias als Papierbild immer farbstichig und falsch belichtet aus dem Labor kamen. Wie doof war es, wenn Negative ode Dias zerkratzt aus dem “Fachlabor” zurückkamen und man statt der Urlaubsdias nur mit einer Entschuldigung und einem neuen unbelichteten Film den Laden verließ…
Da gab es dann noch die Schwarzweißfotografie… bis zur Negativentwicklung war ja auch alles klar, aber dann daraus ein Positiv zu machen… irgendwie hingen meine diesbezüglichen handwerklichen Fähigkeiten immer hinter meinen Vorstellungen, wie das Bild letztendlich aussehen sollte, hinterher. Außerdem war es dann auch teuer (jedenfalls damals[tm] für einen Schüler oder Studenten).
So war dann die digitale SLR für mich schon eine tolle Sache. Vom Knipsen über die “Entwicklung” bis zum Zeigen im Netz oder auf Papier bin nur ich dafür verantwortlich, dass das Bild nicht so geworden ist, wie ich das wollte.

Irgendwann hat aber vor einiger Zeit eine analoge Kamera den Weg aus der ebucht ins heimische Wohnzimmer gefunden. Einen Schwarzweißfilm entwickeln konnte ich immer noch – das oft, aber total grundlos, gefürchtete Einfädelns des Films in die Filmspule verlernt man wie das Fahrradfahren nicht. Eine Dunkelkammer braucht man nicht, das dafür notwendige Zeug lag noch auf dem Speicher rum, bzw. würde auch bei ebay im einstelligen Eurobereich zusammenzukaufen sein – aber… wie krieg ich das denn nu in den Rechner rein…

Ganz einfach: scannen – da gaibt es mehrere Möglichkeiten.
a) Negativscanner für Kleinbild… die kosten schon richtig Geld, können außer Kleinbild nix, haben zwar ICE und Kratzerentfernung und all sowas, aber gerade das nützt mir für Scharzweißfotografie (das, was ich damit machen möchte) gerade gar nix.

b) professioneller Dienstleister… dauert mir zu lange, kostet zu viel Geld… nö. nicht mein Ding.

c) Flachbettscanner mit einer Durchlichteinheit… die gibts von günstig bis teuer, aber selbst die teuren sollen nicht die Qualität bringen, die man z.B. von einem dezidierten Negativscanner erwarten kann. Der Vorteil ist aber unbestreitbar, dass man da auch MF-Filme mit scannen kann.

Tja… der erste Film war aber da und lag fertig entwickelt vor mir. Zum Ausprobieren also erstmal auf meinen alten günstigen Scanner…. naja…hüstel… fürs Web reicht das, aber der kann nur 8-Bit Farbtiefe und lässt einem für die Bearbeitung nicht so viel Spielraum. Im Bekanntenkreis dann mal rumgefragt und da gab es jemanden mit einem Epson 4490… der hat sogar ein “Photo” in seinem Namen drin und kostet auch schon um die 200€. Die Ergbsnisse können sich mit Nachbearbeitung schon einigermaßen sehen lassen. 2000x3000px kommen da raus, man muss bloß jedes Bild vor dem Scannen einkalibrieren, alle Filter rausnehmen… dauert gefühlte Ewigkeiten. Ca. 2 Stunden für einen Film. So richtig Spaß ist anders…

Nun bin ich aber auf die letztendlich für mich günstigste und schnellste Methode gekommen. Ich fotografier die Negative einfach ab!
100mm Makro vor die DSLR, das Negativ auf eine alte Durchlichteinheit legen, knips… fertig – das 36 mal und der Film ist mit 24MP digitalisiert.
Ein klein wenig mehr Aufwand ist es schon, ich hab mir da aus ein paar Brettern, einer Stativschraube, der besagten Durchlichteinheit und ein wenig Klebeband eine kleine simple Konstruktion zusammengebaut, die mir das dann erleichtert.

Das beschreib ich dann aber im nächsten Post…

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