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Das hier ist die Fortsetzung des ersten Teils

Hier beschreibe ich mal meinen “Reproaufbau” für das digitalisieren von Filmstreifen. Alles sehr simpel und schnell aus vorhandenen Materialien an einem Abend  zusammengedengelt, ein wenig Hand-am-Arm und mit Sicherheit den pragmatischen Ansatz folgend, “Hauptsache es funktioniert”, aber auf jeden Fall funktionell :)
Die alte Durchlichteinheit muss ja den Negativstreifen aufnehmen und festhalten. Aus einer stabilen Plastikverpackung hab ich mit einem scharfen Messer eine Schablone erstellt, durch die der Film durchgezogen werden kann. Eine Öffnung für das Bild habe ich dann ntürlich auch drin gelassen. Die recht scharfen Innenkanten, habe ich mit Papier abgeklebt, damit das Negativ da keine Kratzer bekommen kann. Die Schablone selber hab ich dann einfach mit Tesafilm auf die Einheit geklebt. So ist der Filmstreifen nur norizontal beweglich und wird durch die Schablone auch schön plan gehalten.

Die Durchlichteinheit selber liegt auf zwei schmalen Leisten auf, und wird ebenfalls mit Klebestreifen (vielleicht braucht man die ja noch mal anderweitig) an seiner Position fixiert.

Die Konstruktion für die Halterung Durchlichteinheit (in seinem vorigen Leben war es eine alte Ikea-Schublade) wird nun hochkant und senkrecht ausgerichtet auf ein Holzbrett geschraubt.

Auf diesem Holzbrett wird nur eine weitere Konstruktion gestellt, die die Kamera hält Auch in diesem Fall wieder eine alte Ikeaschublade :)

Die Kamera wird nun mit einer Stativschraube mit der Konstruktion verbunden und ist nun ziemlich fest fixiert. (Im Bild ist übrigens eine alte 700si zu sehen, nicht meine Sony Alpha 900 – mit der muss ich jetzt ja gerade die Bilder machen :)

Das 100mm Macro auf die 1:1 Einstellung fahren, und wenn man alles richtig justiert hat sollte das Negativ dann im Sucher zu erkennen sein.

Fotografieren sollte man dann im manuellen Modus. Meine Durchlichteinheit strahlt ungefähr so hell, dass man da bei Blende 10 (ein wenig Abblenden empfiehlt sich wegen der Tiefenschärfe und der doch ein wenig besseren Abbildungsqualität) eine 1/10 s bei ISO100 belichten muss. Bei diesen Werten sollte man dann schon unbedingt mit Spiegelvorauslösung hantieren! Ach ja, fotogtrafiert wird natürlich auch im RAW-Modus!

Aus Gründen der Arbeitserleichterung steuere ich die Kamera dann auch noch über den Rechner und zieh die Bilder gleich auf die Festplatte. So brauch ich wirklich nur den Negativstreifen weiter durchziehen, kurz im Sucher überprüfen (da wäre Liveview ganz hilfreich ;-), die Maustaste drücken und zieh dann weiter am Streifen bis er durch ist… der Vorteil des Selbstentwickelns ist dann, dass man quasi einen ganzen Film in einem Rutsch durchziehen kann, der ist ja noch nicht geschnitten.

Als Ergebnis erhält man dann ein recht gutes Bild des Negativ. In meinem Fall 6000×4000 Pixel groß, auf dem man wirklich alles sieht, jeden Fussel, jeden Kratzer, jedes einzelne Korn des Films. Alles noch ziemlich flau, kontrastarm ein wenig gar nicht so, wie man sich ein knackiges Schwazweißbild vorstellt, aber das kommt dann im dritten Teil…

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