Bier brauen IV


Mnjam….

Ich muss wohl mal wieder berichten. Am Samstag habe ich trotz meiner mordsmäßigen Erkältung den Weg in die Küche gefunden um mein erstes selbstgebrautes Bier aus dem Gärbottich in Flaschen umzufüllen. Um die Flaschen zu erhalten hatte ich mir in wochenlanger Arbeit ein Bier nach dem anderen vorgenommen, mühsam geleert, ausgespült und aufbewahrt, um sie dann am Tag der großen Umfülle in den Backofen bei 120° zu desinfizieren. Insgesamt brauchte ich 40 Halbliterflaschen Flensburger (wegen des Bügelverschlusses), die ich dann noch mal mit einigen Gramm Trockenmalz nachgewürzt habe. Das nächstemal mach ich das aber im Garten und nicht in der Küche – ne kleine Sauerei ist dabei.

Das Trockenmalz ist dafür zuständig, dass in der Flasche noch einmal eine Gärung angestoßen wird, die dann wiederum bewirkt, dass sich im Bier dann noch einmal Kohlensäure entwickelt (und noch ein wenig Alkohol, aber das ist eher nebensächlich). Denn ohne Kohlensäure schmeckt Bier nun mal eher wie Plörre, das hab ich am Samstag abend gemerkt – ein kleines 0,3 Bier hatte ich mir schon mal in den Kühlschrank gestellt und am Abend gekostet… brrr…

Nun stehen also im Hauswirtschaftsraum 2,5 Kästen echten Schäuch-Bräus.

Bier

Heute war ich nun aber doch mal neugierig geworden. Irgendwie war ich mit nicht sicher, ob das mit der Kohlensäure was wird und ich war echt gespannt. Ein Flasche hab ich dann gekühlt und mir gerade eben aufgemacht. Und was soll ich sagen… es hat „plöpp“ gemacht, so richtig wie bei einem gekauften. Beim Einschenken in ein Weizenglas entstand eine kleine Schaumkrone, auch wie bei einem gekauften. Einen vorsichtigen Schluck hab ich dann genommen, langsam über die Zunge rollen lassen und gleich darauf noch mal nen richtigen Schluck genommen und erst dann ein Foto gemacht. Und jetzt wo ich diesen Blogeintrag schreibe, ist das Bier schon weg. hicks

Bier

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, aber für mein erstes find ichs verdammt ordentlich, selbst jetzt nach so einer kurzen Ruhezeit. Richtig was werden soll es ja erst nach ein paar Wochen.

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5 Kommentare zu „Bier brauen IV“

  1. Und, schon nochmal verkostet? 😉
    Stefan braut Schumacher, also Düsseldorfer Altbier – da scheiden sich ja die Geister und Geschmäcker:-)
    Ich mag’s, besonders, wenn es die Sonderedition „Latzen“ gibt, also das Latzenbier…sehr lecker!
    Prost,
    Manu

  2. Nicht nur verkostet… ist schon alles weg 😦
    Sowas hält sich nicht lange in der Grill- und Draußen-Sitz-Saison. War aber sehr lecker, ich werd da noch mal was zu schreiben. Das nächste ist auf jeden Fall schon geplant!

    Ciao Oli

  3. Ich merke schon, demnächst brauchst Du ’nen riesigen Kupferkessel:-)
    Wenn Du mal Lust hast auf eine Brauereibesichtigung, nicht in einer der „Fabriken“, sondern in Düsseldorfs mittlerweile größten alteingesessenen Brauerei, dann macht Stefan für Dich eine Exclusiv-Führung!
    Musst nur Bescheid sagen, falls Du mal in der Gegend bist.

    Gruß
    manu

  4. Aber holla,
    ich braue auch ab und zu (gut ist nun doch schon länger her das letzte Mal) Bier. Guckst du:

    Grüße aus München!
    Gerhard

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