Der Urvater des Bloggens

Heute ist sein 125. Geburtstag, doch irgendwie ist er trotz seines Alters derjenige, der den Geist des Bloggens mit einem einzigen Ausspruch am besten eingefangen hat.

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen!(Karl Valentin)

Herzlichen Glückwunsch!

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Ausgrabungen am Heidenwall

Heute nachmittag hab ich mir dann mal die neuen Ausgrabungen am Heidenwall angeschaut. Schon irgendwie sehr interessant, auch wenn kaum was zu sehen ist. Die Ausgrabungen beschränken sich momentan auf einen Graben der in Südwest-Nordost Richtung verläuft.

Graben
Die weiße Linie im obigen Bild kennzeichnet den ungefähren Verlauf des Grabens, der hier nach Nordosten blickend fotografiert wurde.

Hier von der anderen Seite…

Gut ist auf dem folgenden Bild die Erhöhung der Grasnarbe zu sehen, deren Schattenwurf auf dem Luftbild zu erkennen ist.

Wenn man ein paar Schritte zurücktritt (stadteinwärts sozusagen) sieht man auch einige freigelegte Holzstämme,…

…die im rechten Winkel zueinander verlegt worden sind. Diese Balken sollen wohl mit Lehm den eigentlich Wall gebildet haben.


Das Holz ist für sein geschätztes Alter von über 1000 Jahren noch recht gut erhalten.

Interessant auch, dass recht viele Besucher die Möglichkeit wahrgenommen haben, die Ausgrabungen zu besuchen. Im Laufe meines knapp 1stündigen Aufenthalts vor Ort waren ca.50 Besucher da. Hier Hobbyhistoriker Böttcher (der Ältere im Vordergrund beim Fachsimpeln)

Archäologie in Oldenburg

Spannend, spannend, spannend.

Gestern morgen stand in der NWZ (Link zum Artikel), dass neben einer Großbaustelle eines schwedischen Möbelriesens die vielleicht ältesten Spuren Oldenburgs gefunden wurden (etwa 1000-1200 Jahre alt). Hierbei handelt es sich um die Spuren des „Heidenwalls“, einem primitiven Vorläufer der für Oldenburg namensgebenden Burg Aldenburg. Hatte ich vorher auch noch nichts von gehört,aber man lernt ja nie aus.

Da passt es ja auch, dass google-earth seit gestern verbesserte Luftaufnahmen für den Raum Oldenburg zur Verfügung gestellt hat.

Heidenwall

(Klick aufs Bild startet google-earth)

Heidenwall

Nach meinem persönlichen extremst laienhaften Archäologie-Empfinden dürfte der Heidenwall jener halbrunde Schatten sein, der auf dem Bild zu sehen ist. Jetzt bleiben den Archäologen noch acht Wochen um die Grabungen voranzutreiben, dann wird auch dieses Stück Oldenburger Geschichte verschwinden – eine Spedition hat diese Gewerbefläche schon angekauft.

Auf der Suche nach weiteren Informationen zu diesem Thema ist mir dann noch folgende sehr interessante Seite in den Browser gefallen www.stadt-land-oldenburg.de eine private Seite vom Entdecker jener Wallanlagen, Martin Teller.

Nie meeeeehr….

…fünfte Liga, nie mehr, nie mehr.

Bengalochoreo im Marschwegstadion, Wechselgesänge zwischen den Stadiongeraden, große Spruchbänder „Lasst uns das Feuer von Donnerschwee entfachen“, La Ola durch das Stadionrund, über 7500 begeisterte Zuschauer – gar nicht mal so schlecht für ein Fünftliga-Spiel. Aber es handelt sich ja auch um das Meisterschaftsspiel des VFB Oldenburg in der … ähm… wie heißt die Liga noch mal… nachgoogle… ah ja! da stehts: Niedersachsenliga West. Naja, und in der sind wir jetzt „…nie meeeehr, nie meeeehr!“ Weil, wir sind jetzt in der … kuck nach… Oberliga. Tolle Sache das, keine Frage.

Früher, ja früher, da war das alles noch anders, da gab es eigentlich immer zumindest Drittligafußball, oft auch zweite Liga und einmal, fast, ganz knapp, in der Saison mit Radek Drulak, dem tschechischen Wunderstürmer, Wolfgang Sidka, dem Spielertrainer und einem gewissen Rudi Assauer als Manager, da waren wir sogar mit einem Bein in der Bundesliga, der ersten wohlgemerkt! Danach gings dann aber irgendwie immer weiter abwärts durch Ligenzusammenlegungen, Insolvenzverfahren und irgendwann war man in der fünften Liga angekommen. In der … wie heißt sie noch mal… ach ja, Niedersachsenliga West. Stimmt so ganz nicht… einmal war man nochmal in der zweiten Liga – Hubert Hüring sei dank, stieg aber postwendend mit gefühlten null Siegen wieder ab – trotz Hubert Hüring. Und im Vorstand war zeitweise sogar mal der Dicke von dem Blödelduo Klaus&Klaus. Gehts peinlicher?

Jetzt aber gilts. Oldenburg will das „Feuer von Donnerschwee“ wieder entfachen. ein neues reines Fußballstadion soll durch private Investoren entstehen, zumindest hat man schon einen Namen dafür und ein ortsansässiges Softwarehaus hat eine tolle fast kostenlose Werbung dadurch gehabt. Ich bin ja gespannt und irgendwie freuen würde es mich auch. Das alte Donnerschweestadion („Die Hölle des Nordens“) war schon was besonderes. In Pokalspielen haben da schon einige höherklassige Mannschaften Federn gelassen. Und eine Stadt, die für ein Fünftliga-Spiel 7500Menschen ins Stadion lockt, hat wohl auch höherklassigen Fußball verdient als Oberliga, aber irgendwie seh ich uns da auch wieder im Mittelfeld hindümpeln, wenn wir nicht wieder runtergeschickt werden.

… ach ja, 4:0 hat der VFB Oldenburg übrigens gewonnen, nettes Spiel …