Daun tu örß


Nix gegen Anglizismen, ich arbeite ja nun selber in einer Branche, wo es ja anscheinend nicht anders geht, als mit englischen Vokabeln herumzuwerfen und diese bevorzugt auch noch in schicken Abkürzungen zu verklausulieren. In jedem „Meeting“ erntet man ja bewundernde Blicke, wenn man in schneller stakkatohafter Folge englische Buchstabe aneinander reiht und ab und zu noch einige Buzzzwords à la Enterprise, Service und ähnlichem Wirrwarr hinterherschickt, das ist alles Big Business, jedenfalls tun wir alle so 🙂

Von der SAP gibts da ein herrlich selbstironisches Video „Wir können alles außer Deutsch“ – großes Kino…

Aber jetzt auch im Fußball? Muss Jogi Löw unbedingt erwähnen, dass seine Spieler alle „down to earth“ sind, wenn er damit erklären will, dass die wohl alle auf dem Boden der Tatsachen, oder noch besser einfach auf dem Teppich bleiben? Muss er das auch noch schwäbelnd „daun tu öörrßßß“ aussprechen?

Einerseits find ich es ja auch gut, dass Jogi und sein Trainerstab, bzw mittlerweile viele Fußballspieler, einigermaßen eloquente Zeitgenoosen sind und kurz nach Spielende ihre einstudierten Standardfloskeln häufig unfallfrei in die Mikros keuchen können , aber andererseits vermisse ich manchmal auch solche Elogen, wie z.B. „Manni Flanke, ich Kopf – Tor“. Muss Poldi das denn wie gestern alles alleine machen?

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