Extreme Retroknipsing


Wieder ein paar Bilder… Diesmal, wie ich hier schon angekündigt hatte, geknipst mit einer alten Leica IIIa aus dem Jahre 1937.

Das war schon ein komplett anderes Fotografieren. Der schnelle Schnappschuss aus der Hüfte ist nicht einfach mit so einer alten Kiste 🙂

Jorik damit ab und zu mal zu treffen war schon schwierig, da half es nur, die Blende weit zu schließen und zu hoffen, ihn irgendwo im DOF zu erwischen.

Auch wenn man sich Zeit lässt vergisst man zu schnell, dass man sich im Vergleich zu eben doch einen Meter nach hinten verschoben hat und die Schärfe nicht mehr da sitzt, wo man denkt – ist mit Sicherheit aber auch Gewöhnungssache. Die Bedienung der Kamera hat mich mehr abgelenkt, als ich erwartet hatte.

Die Belichtung ist, zumindest auf dem von mir verwendeten Film,- ein Kodak BW 400 CN, der da sehr gutmütig reagiert hat, nicht so das Problem. Da kann man sich mit den gängigen Faust- und Pi mal Daumen Formeln schon gut behelfen, auch wenn ich zuerst noch immer auf den externen Belichtungsmesser geschaut hatte. Bei einem Diafilm sähe das aber mit Sicherheit schon wieder anders aus.

Dann ist es auch anders aus weiteren Gründen. Man muss warten… warten bis der Film voll ist, warten bis man ihn zum Fotofachgeschäft (ok, es war der Supermarkt um die Ecke) bringt, warten, bis er entwickelt ist, warten bis man ihn abholen kann und dann endlich die Bilder sieht, die man vor einigen Wochen geschossen hat.

Selbst ertappt man sich auch schon dabei, nach dem Betätigen des Auslösers mit einem gewissen Automatismus zur Betrachtung des gerade geschoss

enen Bildes auf die Rückseite der Kamera zu schauen… Mist… Display kaputt…

Und wie präsentiert man diese Bilder dann im Internet?

Ein Versuch gestern abend, die Negative zu scannen war eher bescheiden. Da gibt meine alte Gurke einfach zu wenig her. Auch das Scannen der Positive war nicht so toll – und mühsam ist das… beim nächsten Mal probier ich mal aus, mir eine Foto-CD davon machen zu lassen, weil: Die Bilder an sich sind (wenn ich es mal richtig gemacht habe) schon von einer guten knackigen Schärfe und Qualität, das alte Leitz Elmar ist schon nicht so schlecht. Das sieht man auf den Bildern hier jetzt nicht. Da könnte man schon was draus machen, wenn man ein wenig an der Belichtung und den Kontrasten arbeiten würde. Also das, was man damals[tm] in der Dunkelkammer erldeigt hat.

Ob ich dafür dann immer das Vorkriegsmodell benutze… ich weiß nicht 🙂 Wahrscheinlich werde ich da meine alte Dynax 600si mal wieder befüllen, denn das ist auf jeden Fall passiert… ich hab mal wieder Lust bekommen, auch analog zu fotografieren. Aber auf Autofocus und eine Belichtungsautomatik zu verzichten… naja, das muss nicht immer sein!

Ich hab jetzt alle Bilder, die zumindest halbwegs was geworden sind gescannt und in eine Picasagalerie aufgeladen. Interessant ist es schon und irgendwie hatte es die Kamera auch verdient, noch mal benutzt zu werden, aber jetzt darf sie erst mal wieder zurück in die Vitrine!

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2 Kommentare zu „Extreme Retroknipsing“

  1. Für anständige Ergebnisse beim Negativscan brauchst Du einen anständigen Filmscanner 😉
    Oder einen Fotohändler Deines Vertrauens., der Dir die Bilder scannt.
    Die klassische DuKa-Arbeit kannst Du dann am Rechner erledigen (hybride Verarbeitung ist das Zauberwort) – wenn Du allerdings nur jpg-Formate hast, dann vergiss diesen Weg gleich wieder.

    Die alten Schätzchen mögen es übrigens, ab und an mal aus der Vitrine geführt zu werden und danken es, indem sie ihre Verschlüsse nicht mit Tränchen verkleben 🙂
    Und es lohnt sich auf jeden Fall, sie ab und an mit einem leckeren Film zu füttern!

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