Es ist da… mein CZ 16-80


Es ist da! Endlich. Nach zwei Tagen daueraktualisien der UPS – Versandinformationen zu meinem Paket ist mein neues Objektiv angekommen.

Mein neues Objektiv ist ein

SAL-1680Z DT 16-80 mm F3,5-4.5 ZA Carl Zeiss® Vario-Sonnar T* Zoom-Objektiv

ein schöner toller langer Name.

Als Übersetzungshilfe für Nichtfotografierer: Es ist ein Standardzoom für den Brennweitenbereich 16-80 für digitale Speigelreflexkameras mit einem kleinen Sensor, d.h. der Brennweitenbereich enspricht dem Kleinbildäquivalent von 24mm-120mm. Die Lichtstärke des Obejktivs liegt bei Blende 3,5 bis 4,5. Es ist ein Vario-Sonnar Objektiv (ist eine Bauweise aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts) die Linsen sind ausgestattet mit einer T* Vergütung (ist toll!)

Jetzt alles klar?

Der Listenpreis liegt bei €800.-, im Netz ist es ein wenig billiger zu finden.

Als alter Minoltaner stört mich das „Sony“ im Namen natürlich ein wenig, aber Minolta macht ja nichts mehr in Sachen Objektiven, da ist es schön, dass Sony das alte A-Bajonett weiterführt. Das Carl Zeiss im Namen gefällt mir dagegen recht gut, der Name bürgt an sich für Qualität. Das T* ist auch schön…

Nun aber zum Objektiv selber. Geliefert wird das CZ in einer Pappschachtel mit Gegenlichtblende, beiden Objektivdeckeln und einem schmucken Täschchen. Auf einem beiliegenden Kärtchen werde ich noch darüber informiert, dass ein Herr H. Hirano das Objektiv mit der Seriennummer xxx geprüft und für gut befunden hat.

Das erste Anbringen an die Kamera ist normal, das minoltatypische Klacken ist geblieben. Erster optischer Check: Sieht gut aus. das ein wenig retro angehauchte Design sieht edel aus, das blaue Zeiss-Zeichen macht sich auch hervorragend.

Ein Dreh am Zoomring, der Objetivtubus fährt langsam aus dem Körper ….hssss…. da gibts hübscheres. Naja… zum Posen muss das Ding also bei Brennweite 16mm benutzt werden 🙂

Auch ein wenig ungewohnt: Der kleine Gnubbel, der anzeigt, wie man das Objektiv ansetzt ist nicht mehr rot wie früher, sondern sony-orange ; aber vielleicht hilft ja Nagellack 🙂

Haptisch ist mein Gefühl auch eher zwiegespalten. Es ist halt Plastik, kein Metall, da verspricht der Name Zeiss mehr, als es hält –  da wünscht man sich ein wenig mehr an Wertigkeit.Versuchsweise wackel ich mal am ausgezogenen Tubus. Ja… da ist ein wenig Spiel, aber nach allem was man so im Netz darüber liest, soll das wohl so sein.

An sich soll man mit so einem Objetiv ja auch Fotos machen – also mach ich doch mal eins. Sucher ans Auge, Auslöser andrücken, der Autofokus springt an… zack… scharf. Nicht schlecht, Für eine Dynax D7 ist die AF Geschwindigkeit echt schnell. Kein Vergleich z.B. mit meinem KoMi 17-35, eher ähnlich meiner 50mm Festbrennweite.

Ein schneller sporadischer Fokussiertest erbringt auch keine gravierenden Back- oider Frontfokusprobleme, also gehts los auf die erste Photosession.

SCHÄRFE

Die ersten schnellen Bilder zeigen, das Objektiv ist knackenscharf. Wirklich der Hammer.

Dieses Bild ist bei 80mm bei Blende f9,5 gemacht worden. Ohne Stativ, Abstand zur Blume beträgt ca. 50cm, Belichtungszeit 1/30. Zum Glück wehte gerade mal kaum Wind.

Dazu geb ich jetzt mal zwei kleine Ausschnitte aus dem Bild. Die sind 100% Crops, also nicht verkleinert oder vergrößert. Das eine ist ziemlich aus der Mitte des Bildes, das andere ganz unten rechts am Bildrand.

100% Crop aus der Mitte

Alle Bilder, die ich heute abend gemacht habe, egal ob Offenblende oder nicht, zeichnen sich durch diese Schärfe aus und Detailreichtum aus.

Hier nochmal zwei Crops bei Offenblende, die sind an sich sogar noch besser, weil ich da bei einer 1/250 abdrücken konnte. Eine 1/30 bei 80mm kann trotz Antishake zu lang sein, wenn da auch noch ein wenig Wind ist. Bei der Offenblende zeigt sich natrugemäß am Rand eine deutliche Verringerung der Bildqualität, das kann aber auch daran liegen, dass die Fasern da nicht mehr in der Schärfenebene lagen.

Fazit: Die Schärfe des Objektivs ist klasse!

Knipsen, Immerdrauf

Die folgenden Bilder sollen einfach mal demonstrieren, was für ein Spektrum an Einsatzmöglichkeiten das Objektiv bietet. Jetzt kommen keine tollen Bilder, nur das, was mir in einer Viertelstunde vor die Linse kam, um mal jeden Brennweitenbereich mal durchzutesten.

  • 45mm, f16, 1/90
  • 70mm f9,5 1/200
  • 80mm f13 1/125
  • 16mm f16 1/30
  • Blumen fotografier ich sonst nie, aber zur Demo… 80mm f13, 1/15

Den Alltagstauglichkeitstest hat das Objektiv meines Erachtens bestanden. In Verbindung mit meinem 70-210er brauch ich nicht mehr an Obejktiven, um einen großen Brenweitenbereich abzudecken und auch so, als einziges „immer-drauf“ ist da fast alles dabei! Durch die Naheinstellgrenze von 35cm kann man auch mal näher an ein Objekt ran.

Einziges Manko ist da die Lichtstärke, die um die Blende 4 liegt. Da man das Objektiv aber fast durchgängig auch mit Offenblende nutzen kann, relativiert sich das ein wenig,  Zusammen mit den Antishake der Dynax ist das durchaus praktikabel. Wenn man wirklich in extreme Lichtsituationen kommt, muss dann halt doch mal die 50mm oder die 28mm Festbrennweite ran.

Bokeh, Unschärfe

Neben der Schärfe ist die Unschärfe eines Objektivs ein weiteres wichtiges Kriterium. Hier mal zwei Bilder, die ein wie ich finde nettes Bokeh zeigen. Einmal als „hinten“-unscharf und einmal als „vorne“ unscharf.

Mir gefällts!

Nachtrag: Hier noch einige Bilder, die das Bokeh bei verschiedenen Blenden zeigt.

Mit dem zweiten Teil des Praxistests geht es morgen weiter…

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7 Kommentare zu „Es ist da… mein CZ 16-80“

  1. Herzlichen Glückwunsch!
    Immer „gut Licht“. Es ist schön, wenn man sich etwas leistet und dann auch nocht weitestgehend davon begeistert ist.
    Papa

  2. Moin,
    mittlerweile sehe ich nur noch Farbsäume. Habe eben jenes, wirklich nicht preiswerte Objektiv probiert und kann die Schärfe bestätigen, allerdings nicht die „Randerscheinungen“ im Weitwinkelbereich. Es ist genial, welche nette Farbsäume da zum Vorschein kommen. Sie sind manchmal selbst im RAW-Konverter nicht ganz zu beseitigen.
    Ach ja, probiert habe ich mit Alpha 700.

  3. Also ich habe mir die Aufnahmen angesehen und muß sagen
    das sich mein Sigma 17-70 hier nicht verstecken muß.
    Was ich nicht verstehe sind immer die Tests.
    Alle test sind im Nahbereich. Mach doch mal wirklich ein aussagekräftiges Foto wo das Motiv,
    eigebettet in vielen anderen Motive z.B. Stadtlandschaft, in größerer Entfernung abgebildet wurde.
    Ich glaub schon nicht mehr, da ich mich auch mit dem Gedanken gespielt habe mir eines zu kaufen,das es soviel besser ist.
    Meine Fotos sind alle mit dem Sigma 17-70 gemacht.
    Gruss Roland

  4. Hoi Roland,

    War gerade mal kurz auf deiner Seite. Ich glaube dir, dass du mit deinem Sigma zufrieden bist. Schöne Bilder dabei!
    Mein Vater hat übrigens auch eben jenes Sigma und ist auch sehr zufrieden damit (allerdings auf einer Canon).

    Zum Thema „Test“: Wenn man einen Test im Unendlichkeitsbereich macht, hat man immer das Problem, dass da viele Faktoren mit rein spielen. angefangen von diesiger Luft, Klarheit der Sicht, korrekte Handhabung des Autofokus 😉 usw. Sich da auf ein „näheres“ Motiv zu beschränken, macht da vielleicht auch Sinn.

    Schärfe ist ja auch nicht alles. Farbwiedergabe spielt ja auch eine Rolle und da gefällt mir das Sony schon sehr und dieser eine Millimeter im Weitwinkel ist schon spürbar. Ich hab das Objektiv eine Woche lang im Urlaub (Irland) benutzt und muss sagen: Es ist gut, es hält das, was ich mir davon versprochen habe – ich behalts 🙂

    Besonders im Mittelbereich, wenn man wirklich was fokussiert und nicht auf „unendlich“ geht und eine Häuserschlucht „scharf“ abbildet, hat mich das Objektiv echt überzeugt.

    Nachteile sind die Verzeichnung bei 16mm Brennweite (es ist halt ein Zoom und keine Festbrennweite) und die Vignettierung bei 16mm und Offenblende. Farbsäume sind bei meinem Exemplar *kein* Problem. Manchmal, aber nur wirklich manchmal, in Extremsituationen sieht man etwas, wenn man bei 100% Vergrößerung danach sucht, dies ist im Allgemeinen dann aber auch leicht korrigierbar.

    Ciao Oli

  5. Hi,

    ein wirklich interessanter Bericht, vielen Dank dafür.

    Ich habe mir diese Linse inzwischen auch gekauft, und mir ist neben dem leichten Spiel am Tubus aufgefallen, dass das Bild im Sucher bei 80mm beim Autofokus recht deutlich hin- und herspringt. Ist das bei Deinem Objektiv auch so? Ich bin mir nicht sicher ob das bei dieser Linse „normal“ ist…

  6. Ehrlich gesagt ist mir das nicht aufgefallen. Ich habs gerade nochmal probiert, die Kamera hab ich auch fest auf ein Stativ geflanscht. Beim Fokussieren ist er einmal durch den gesamten Bereich gefahren, und das was ich da sehen konnte, war eher immer dasselbe…
    Vielleicht mal im Minoltaforum nachfragen? Da sind oft recht kompetente Leute unterwegs
    http://www.mi-fo.de/forum/index.php
    Ich weiß ja nicht, welche Kamera du hast, bei meiner Dynax D7 springt’s jedenfalls nicht hin und her. Wenn es wirklich ein Fehler sein sollte… besorg dir dann ein anderes CZ1680. Ich bin ziemlich überzeugt von der Linse, wenn man weiß, was man ihr zutrauen darf!

    Viel Glück!
    Ciao Oli

  7. Alles klar, Danke für die schnelle Antwort! Ich habe noch etwas rumexperimentiert und gemerkt, dass es mir auch nur im Nahbereich auffällt. Sprich, wenn ich zwei Batterien auf den Schreibtisch stelle (leicht zueinander versetzt), mit der Cam relativ nah ran gehe und dann zwischen den beiden Batterien hin- und herfokussiere, sehe ich ein deutliches Springen des Bildes im Sucher. Beim Fahren durch den gesamten Zoombereich fällt es mir auch nicht auf; auch nicht, wenn ich auf weit entfernte Objekte fokussiere. Und auch nur bei Brennweiten über 60mm. Sehr seltsam.

    Aber danke, ich probiere es mal im Forum, fürchte aber fast, ich hab da ne Gurke erwischt…

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