Minolta Glow

Ein ca. 40 Jahre altes Objektiv. In der Bucht für 5€ ersteigert.

Mein Minolta MC Rokkor-PF 55mm f/1.7, am Sonntag habe ich es mal ausprobiert

Irgendwie zeichnet es so richtig schön altmodisch, mir gefällt es!

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Ein neuer Freund… Reinemachen für Anfänger…

Der Vorteil des chemischen Einwegsensors, den ich ja oft benutze ist seine komplette (naja… fast) Unanfälligkeit gegen Staub, der sich auf ihm niederlässt. Das kann bei einem Film mal vorkommen, dass sich da ein hartnäckiger Fussel, eine Polle, ein kleines Irgendwas da festsetzt , aber beim nächsten Bild hat man wieder einen jungfräulichen schönen sauberen Sensor – Filmspulhebel sei Dank.

Bei dem modernen elektronischen Multisensoren, die sich in aktuellen Kameras verbergen, sieht das schon wieder ganz anders aus.

Dreck, der drauf ist, ist Dreck, der drauf ist.

Und der Dreck geht auch nicht weg, der bleibt da… hartnäckig, prägnant, penetrant.

Einige Punkte auf seinen Bildern kennt man dann auch schon fast mit Namen, die sind immer da, je nach Blende und Brennweite deutlicher sichtbarer, sagen sie freundlich „Hallo, da bin ich wieder…“ wenn man die Bilder in den Rechner importiert und sie sich das erste Mal so richtig anschaut. Ab und zu kommen mal neue dazu, einge werden doch mal durch das eingebaute Sensorrütteln der Kamera woanders hingeschoben.

Jetzt wurde es mir dann aber zu bunt, bzw. zu staubig. Eine Lösung musste her. Gerätschaften, Flüssigkeiten, Tipps, Methoden gibts dazu zuhauf. Discofilm, Speckgrabber, Blaseblag, Sensorswabs, Wasserhahn (ok… nicht nachmachen!) usw…. jede Methode hat seine Fans und dazu natürlich auch die entgegengesetzte Fraktion, die sich just dadurch ihre Kamera zerstört, ihren Sensor zerkratzt oder ihre Seelenheil verspielt haben.

Ich hab mich jetzt einfach mal für VSwabs entscheiden. Im Viererspar-Probiers-doch-mal-aus-Set. Kam heute morgen mit der Post an und naja.. jetzt hab ichs gerade ausprobiert.

Chrissi musste helfen und die Lampe halten, damit man in dem dunklen Schacht überhaupt was sieht.
Ich pfrökelte und pfriemelte in meiner echt teuren Kamera mit einem in Fließ eingewickelten Plastikschaber herum, Schweißperlen auf der Stirn, Herz am Buppern und jetzt, nach einigen Probebildern (17mm f/22) hab ich jetzt einen neuen Freund. Aber nur einen, nicht mehr 20 oder so. Den lass ich da jetzt drauf, ich hoffe mal, dass er ein Einzelgänger ist und sich so schnell keine Kumpels einlädt.

Fazit: So schlimm ist das Sensorsaubermachen gar nicht und wenn man das erstemal den Sensor berührt (ich weiß, dass da noch ne Glasplatte vor ist und man auf dem Sensor gar nicht direkt drauf rumkratzt, aber trotzdem…) ist es beim zweiten Mal gar nicht mehr so schlimm und vielleicht krieg ich das beim nächsten Mal auch noch besser hin.

Ach ja… kleiner Tipp zum Schluss! Bei der Begutachtung der Testbilder am Monitor sollte man drauf achten, dass der Monitair auch sauber ist 🙂 Sonst putzt man sich nen Wolf…

Friseurbesuch

Jorik musste mal zum Friseur. Ich auch, bei mir ist das aber auch ein Dauerzustand – also hab ich für uns beide einen Termin ausgemacht und ihn gleich mitgenommen.
Meine Kamera hat dann auch noch zufällig einen Platz im Rucksack gehabt.

KLICK auf die Bilder zeigt noch mehr Bilder…
Minolta XD7, MD-Rokkor 28mm f/3.5, MC-Rokkor PF f/1.7, Ilford HP5+ auf ISO1600

Schon mal vormerken…

… und den Terminkalender entsprechend füllen.

Sonntag, ca. 18:20 Uhr: Pils bereitstellen, Fernseher anmachen… England verliert im Elfmeterschießen gegen Deutschland… aber lasst bloß nicht den Poldi schießen.

Nach den doch eher durchwachsenen Leistungen der beiden Protagonisten muss man sich das Vorgeplänkel ja nicht unbedingt antun.
Den einzigen spannenden Punkt sehe ich noch in der Frage, ob bzw. wann Butt eingewechselt wird, um zumindest einen sicheren Elfmeterschützen zu haben.

Fotowettbewerbe…

Stell dir mal vor, du brauchst für irgendein Thema eine Riesenauswahl an Bildern. Für Flyer, Broschüren, Plakate, Anzeigen in Print- und Onlinemedien und all sowas. Natürlich exklusiv…

Da gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man da ran kommt.

  1. Entweder man beauftragt einen Fotografen, diese Fotos zu machen, kümmert sich selbst darum, dass durch diese Fotos keine Rechte Dritter verletzt werden, besorgt sich von abgebildeten Personen das Modelrelease, schaut zu, dass keine Markenrechte verletzt, keine Nutzungsrechte anderer Perseonen missachtet werden. Das ist ziemlich aufwendig und kann auch teuer werden
  2. Man beauftragt eine Agentur, die das für einen erledigt. Das ist noch teurer, den Aufwand hat dann allerdings die Agentur.
  3. Man kuckt sich die ganzen Bilder von den Stockbibliotheken durch und holt sich da alles Nötige zusammen.  Aufwand auch noch recht hoch, Exklusivität ist dann auch fraglich, finanziell gehts dann von „spottbillig“ bis  hin zu „doch noch ganz schön viel“
  4. oder… man richtet einen Fotowettbewerb aus.

Möglichkeit 4 hat sich auch die AWO gedacht und hat zum Thema „Arm in einer reichen Gesellschaft“ einen Fotowettbewerb ausgerichtet. Tolle Sache das… angesprochen sind Hobby- und Nachwuchsfotografen, natürlich damit die Berufsfotografen nicht die tollen Preisgelder wegschnappen!

Wenn man sich aber mal die Teilnahmebedingugnen dieses „Wettbewerbs“ mal anschaut, krieg ich die Krise.

Da steht unter Punkt 3)

„Der/die  Teilnehmer/in  versichert, dass mit dem eingereichten Beitrag keine Rechte Dritter verletzt werden, welche der Nutzung des Beitrages durch den Arbeiterwohlfahrt Bundesverband im Sinne von Ziffer 2 und 4 entgegenstehen“

Ziffer 2) ist der ganze rechtliche Krams, mit dem man sich rumschlagen muss,  wenn man ein Bild veröffentlichen will und das kann ganz schön viel sein.

und Ziffer 4) ist die Freigabe für die AWO mit den Bildern 3 Jahre lang so ziemlich alles machen zu dürfen was die wollen. Veröffentlichn, Drucken, zum Download freigeben, an Ditte eben diese Rechte weitergeben…  natürlich ohne Risiko für die AWO, dass veröffentlichte Personen vielleicht doch was dagegen haben, falls sie sich auf einmal auf Plakatwänden wiederfinden, denn das hat ja durch Ziffer 3) der ambitionierte Hobbyfotograf komplett auf sich genommen.

Wenn man sich die Bilder auf der Galerie anschaut,  kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass da von jedem abgelichteten Obdachlosen ein unterschriebenes Modelrelease in irgendwelchen Aktenschränken liegt, bzw. dass der ambitionierte Nachwuchsfotograf  überhaupt weiß, was das eigentlich ist!

Oder dass beim Bild (erfundenes Beispiel)  eines Bettlers unter der Werbung für Roluxuhren (Toller Kontrast! reich und arm! Klasse Bildwirkung… ein Bild mit Tiefgang!) vielleicht die Firma Rolux was dagegen haben könnte, dass ihre hochpreisigen Produkte in einem ihnen unangenehmen Umfeld abgebildetet werden. Und falls dann die Firma Rolux ein wenig genervt mit ein paar Anwälten bei der AWO anfragt, wieso das denn in einer landesweiten Kampgane gezeigt werden muss, werden diese dann wegen Ziffer 3) bei dem Schüler A.P. aus E. anklopfen, der im Sozialkundeunterricht an dem tollen Projekt teilgenommen hat, aber dessen Eltern bei derUnterzeichnung der Einverständniserklärung  leider überhaupt keinen Schimmer von Fotorecht hatten, diesen Schimmer aber jetzt bekommen werden.

Einzusehen, ist, dass man sich bei der Ausrichtung so eines Wettbewerbs absichern muss, dass hochgeladene und in einer Galerie gezeigten Bilder nicht gleich eine Abmahnung für den Ausrichter nach sich ziehen.

Unzulässig finde ich dann aber den Versuch, das in Gänze auf den Wettbewerbsteilnehmer abzuwälzen und dies dann auch noch auf alle möglichen Nutzungsarten auszuweiten.

Vuvuzuela

Erstes Fazit nach den ersten beiden WM-Spielen… die Dinger nerven.

War ich vorgestern noch der festen Überzeugung, dass der Respekt vor einer fremden Fußballkultur, in dessen Einflussgebiet die Fußball-WM stattfindet es unmöglich mache, diese Plastiktröten zu verbieten, bin ich jetzt ganz untolerant und total egozentrisch vollkommen anderer Meinung. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern….

Wenn Südafrika spielt, kann ich es ja noch einsehen. Das ist dann der Heimbonus, kann ich mit leben. Aber bei Frankreich gegen Uruguay?

Da kommt für mich kein Fußballfieber auf. Das mag auch an dem Grottenkick von gestern liegen, aber so ein Spiel lebt für mich als Zuschauer auch von den Fangesängen, den Schlachtrufen, dem Aufstöhnen des Publikums, wenn ein Ball knapp vorbeigeht, dem Protestschreien, wenn der eigene Mann gefoult wird, den Unmutsbekundungen gegenüber den Schiedsrichtern, dem kollektiven Aufschrei bei einem Tor. Aber es lebt nicht von dem monotonen Getröte, das ohne Modulation, ohne Dynamik komplett über die ganze Spielzeit durchgezogen wird.
Stadionatmosphäre bei einer Liveübertragung ist für mich ähnlich wie Filmmusik, die die übertragenen Bilder akustisch unterstützt, untermalt und über einen zweiten Sinn erlebbarer macht. So laufen da jetzt aber momentan 22 Leute über den Rasen, während das Mikro in einem Riesenschwarm Hornissen auf Ecstasy sitzt…

Nee…. verbietet diese Dinger. Das ist auch meine WM!