Benebelt


Zum Spießigwerden gehört ja auch dazu, dass man neben der Gründung einer Familie, dem vermehrten Weinkonsum statt des Biertrinkens, irgendwann auch mal ein schickes Eigenheim sein eigen nennen will.
Und das machen wir jetzt gerade, bzw. wir sind dabei, jemanden zu beauftragen, auf einem uns passend erscheinenden Grundstück aus Klinkern, Sand, Zement, Ziegeln, Glas und anderen Ingredienzien ein kleines Häuschen zu bauen.
Vorher muss natürlich das Grundstück bezahlt werden, der bauende Jemand will auch irgendwann mal Geld haben und bevor man überhaupt anfängt, scheinen ganze Horden von Rechnungserstellern nur darauf gewartet zu haben, dass man bereit ist mit ihnen zu spielen.
Also kommen da Banken ins Spiel, die wiederum gegen kleine Überlassungsgebühren bereit sind, einem ganz viel Geld zu geben. Das alles muss dann natürlich notariell beurkundet, beglaubigt und mit wichtigen Stempeln versehen werden.
Die entsprechenden Verträge werden dann in einem nuschelnden, gelangweilten Tonfall vorgelesen, um die Unterzeichnenden nach- und eindrücklich darauf hinzuweisen, dass man jetzt einen Riesenbatzen Geld für die nächsten Ewigkeiten abzuzahlen hat und eine Missachtung dieser Tatsachen gar schreckliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Ein wenig misstrauisch wurden wir dann allerdings bei dem Passus „… hiermit verpflichten sich die Unterzeichnenden dem Teufel ihre Seele zu verkaufen…“, aber durch die Schwefeldämpfe im Raum waren wir ein eh wenig benebelt… das haben wir uns bestimmt nur eingebildet.

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3 Kommentare zu „Benebelt“

  1. welcome to my world 😉
    von irgendwas muß ja mein arbeitgeber auch mein gehalt bezahlen…

    Im Ernst, ich wünsche Euch möglichst wenig Stress während der Bauphase und auch danach, und daß Ihr Euch im EIGENheim immer wohl fühlt!

  2. Ich kann nur sagen: Respekt! Mir wäre es wahrscheinlich ähnlich mulmig ergangen. Schließe mich dem Glückwunsch aber an und hoffe es wird ein schönes Häusschen (bei uns um die Ecke wird seit einigen Jahren ein Gebiet zugebaut, da ist ein Haus hässlicher als das andere – da frage ich mich jedes Mal: muss das so sein?).

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