Was ist denn das für ein Objektiv…

Mir ist letztens eine kleine Kamera zugelaufen. Und zwar folgendes Ungetüm.
Auf dem Bild ist eine Robot Recorder 36 zu sehen mit einer 60m Filmkasette. Da
drunter liegen auch noch eine 10m Filmkasette und ein Motor sowie eine
Fokussierhilfe.

Es ist alles ziemlich angestaubt – funktioniert aber noch prächtig. Das braucht
wohl alles mal eine gründliche Reinigung. Ich befülle wohl mal meine
Geschirrspülmaschine damit 🙂

Worüber ich ein wenig rätsel ist das Objektiv. Es ist ein Schneider Kreuznach
35mm f2.8. So weit so gut. Was mich aber total irritiert ist die Enfernungseinstellung. Als
einzige Gravur ist da 0,55m zu sehen.

Wenn man das mal in die Fokussierhilfe einschraubt, ist der Bereich um einen
halben Meter dann auch scharf. Volles Drehen des Fokussierrings bewirkt eine
Änderung der Ebene um ein paar Zentimeter.
Was ist das für ein Objektiv, das nur in einem Bereich von ca. 45cm bis 65cm
scharf zu stellen ist?

Lebenszeichen

Trees, Acre and a Bird
Die letzten Wochenenden gingen beim Hausbau drauf. Innerhalb der Woche gabs auch eher störende Aktivitäten (landsläufig „Arbeit“ und „Geld verdienen“ genannt), die meine Zeitmanagmentfähigkeiten doch arg strapazierten.
Jetzt am Sonntag kam ich jedoch mal wieder dazu, bei einer Autofahrt mal eben kurz anzuhalten, zu knipsen und dann am Abend noch den Film zu entwickeln.

Minolta XD7m MD Rokkor 50mm f1.4 @f8 und 1/125
Kodak TriX eine Stunde in Rodinal Standentwicklung

Achja… nach welchen Kriterien flickr Bilder in den explored Status versetzt ist mir schleierhaft…

Praxisbericht Voigtländer Bessa

Black BeautyAm Wochenende hab ich eine meiner letzten Errungenschaften mal ausgeführt und einen Schwarzweißfim mit ihr belichtet.

Zur Kamera: Die Voigtländer Bessa aus dem Jahre 1938 ist ein klassischer Klappfalter für normalen Mittelformatrollfilm. Die belichtete Fläche beträgt satte 6x9cm, was einem Cropfaktor von 0,4 entspricht. Mit anderen Worten… das ist ganz schön groß!

Am Balgen ist vorne ein 11cm Voigtar Anastigmat befestigt mit einer Lichtstärke von 4,5 (abblendbar bis 22) und einem Compur Verschluss, der neben dem Bulb Modus die Zeiten zwischen 1s und 1/250s bietet.Natürlich ist das Objektiv auch unvergütet – Farbfilme können dann manchmal komische Farben zeigen 🙂

Das Filmeinlegen ist wie für Mittelformatkameras üblich, ein wenig mühsam. Die Anzahl der belichteten Bilder kann man auf einem kleinen roten Guckloch auf der Rückseite ablesen. Den Film darf man jeweils nur so weit vorspulen, bis dort die entsprechende Nummer abzulesen ist.

Blende und Verschlusszeit stellt man direkt am Objektiv ein. Den Verschluss spannt man auch mit einem kleinen Hebel am Objektiv, der Auslöser lässt sich entweder auch direkt am Objektiv betätigen oder über einen kleinen Hebelmechanismus über eine aufzuklappende Metalllasche unten am Verschluss.

Zum Hinstellen bzw. Befestigen der Kamera gibt es 2 Stativgewinde, einen für Querformat sowie einen für Hochformat (sehr praktisch), und, wie auf dem Foto zu sehen ist, einen kleinen Aufsteller an der Objektivklappe zum Hinstellen,

Sucher gibt es zwei. Zuerst einen kleinen Brillantsucher über dem Objektiv, den man sinnvoll aber nur bei Hochformataufnahmen verwenden kann,  und ein Kuckloch, wo man durch einen Metallrahmen zumindest abschätzen kann, wo man hinzielt.

Autumn Trees

Bilder kann man auch mit ihr machen. Naturgemäß braucht man für solch eine alte Kamera noch einen externen Belichtungsmesser (und sei es den Schätz-O-Meter des Knipsenden), denn sowas hat sie natürlich nicht.

Durch den Klappmechanismus ist die Kamera erstaunlich klein. Zumindest ist sie schmal und passt locker in eine größere Manteltasche.

Wie verwöhnt man von einem Spiegelreflexsucher oder anderen „moderneren“ Suchern ist, merkt man dann, wenn man beim Fotografieren bildwichtige Teile an den Rand des Bildes „komponiert“ hat… die sind halt manchmal nicht auf dem Bild zu sehen oder sind zumindest angeschnitten.
Dieser Tatsache wegen sind ein paar Bilder der internen Zensur zum Opfer gefallen. Fürs nächste Mal merken: Mehr Luft um bildwichtige Elemente 🙂


Horizont geradehalten ist so ein Ding. Dass muss man auch mit ihr üben. Das geht mit den Suchern eigentlich gar nicht, da müsste man dann vielleicht doch die Stellung der Kamera auf einem Stativ überprüfen – wenn ich denn ein Stativ benutzt hätte.

Die Negative kommen alle ein wenig flau bzw. kontrastarm aus der Kamera raus. Auch die Schärfe des Objektivs ist nicht sein herausragendstes Merkmal. Die hier gezeigten Bilder sind zwar jetzt nicht unscharf, aber man muss bedenken, dass sie – je nach Monitor – in der jetzigen Darstellung auch nicht viel größer als das Negativ sind 🙂 Gerade bei Offenblende merkt man das schon sehr deutlich. Abgeblendet auf Blende 8 oder 11 ist das dann schon besser, aber „echtes“ Mittelformat mit einer Hasselblad oder auch einer Yashica MAT124G ist da schon ein ganz schönes Stück weiter. Insgeheim hatte ich mir da ein wenig mehr erhofft, aber vielleicht darf man das auch nicht vergleichen. Interessant wäre es allerdings schon, mal einen Klappfalter mit einem besseren Objektiv zu nutzen.


Bei diesem Bild links ist mir dann noch noch eine unfreiwillige Doppelbelichtung passiert. Beim Einstellen der Blende bin ich mit meinen tapsigen Fingern irgendwie an den Auslöser gekommen und habe dann das über mir liegende Blätterdach und meine Nasenlöcher fotografiert. Merke: Den Verschluss spannt man am besten als letztes, kurz vor dem Auslösen der Kamera.
Trotzdem mag ich das Bild. Durch die hellen unscharfen Flecken wird das Foto noch ein wenig unwirklicher…

Es macht auf jeden Fall Spaß mit der Bessa zu fotografieren. Man wird zwar ein wenig komisch angeschaut, wenn man damit gesehen wird, aber über sowas steht man ja drüber.
Die Bilder gefallen mir persönlich. Sie haben einen gewissen altmodischen Charme, der durch die Schwächen des Objektivs hervorgerufen wird. Man kann sie gut mitnehmen, durch den Faltmechansimus ist sie mit Abstand meine flachste Kamera. Das große Negativformat hat natürlich auch etwas sehr spezielles.
Die 20€ letztens auf dem Flohmarkt waren auf jeden Fall gut angelegt!

Prag… noch danacher…

Es wird mal Zeit, zu zeigen, dass ich auch noch ne digitale Kamera habe 😎
Also hier mal ein paar digitale Impressionen aus Prag, sogar zwei davon in Farbe 🙂

Das Mädel in ihrem roten Mantel hier war ein echter Lichtblick in all den in dunklen Tönen geheltenen Winterklamotten.


Woman In red


Woman In red,
ursprünglich hochgeladen von derScheuch.

Das hier war am Momument vor der Karlsbrücke. Ich glaube ich hab noch nie so viele Digiknipsen gesehen, wie in Prag. Zum Glück für die, war die Sonne nur in den seltensten Fällen zu sehen, da geht das mit dem Displaysucher ja immer noch einigermaßen.


Picture of a Picture


Picture of a Picture,
ursprünglich hochgeladen von derScheuch.

Und die hier waren besonders niedlich. Spontane Liebesbekundungen vor dem Prager Rathaus… ich glaub, die hatten einen schönen Urlaub 🙂


Hugs


Hugs,
ursprünglich hochgeladen von derScheuch.

Straßensperre

web-9963Das hier ist so ziemlich die lustigste Straßensperre Oldenburgs. Früher[tm] zu den ungesetzlichen Zeiten, als Freibeuter und marodierende Fahrradfahrer an dieser Ecke noch ihr Unwesen trieben und anarchisch, wild, jedwede StVO-greregelte Ordnung in den Wind schlagend  über die rechte Hälfte der hier gezeigten Grünfläche fuhren… jaha! das waren noch schlimme Zeiten, wo man sich kaum vor die Haustür wagen konnte. Jetzt allerdings ist alles besser…

Ich bin gespannt, wann die Jungs vom Straßenverkehrsamt die rotweiß-gestreifte Barrikade zwei Meter nach links versetzen…

Achja… dass jene durch die Reifenfurchen angezeigte Wegführung die einzig sinnvolle ist, da man da nicht eine Straße queren und eine Umweg fahren muss, ist ja irrelevant.

Die Schatzinsel

Oh mann… was hab ich mich damals gegruselt, als ich den als kleines Kind gesehen hab. Und eben lief der auf arte… es war genauso schlimm wie damals. Orson Welles als einbeiniger Long John Silver…  früher wusste ich nicht, dass das Orson Welles war, aber der ist ja schon gut gewesen. Dieses irre Zucken im Gesicht, wenn er vom Käpt’n Flint erzählte… Mami!!! Hoffentlich kann ich gleich schlafen.

Nachtrag vom 24.12.: Ja, ich konnte schlafen! Aber, was mir jetzt im Nachhinein aufgefallen ist, lief damals auch mal eine Serie, nämlich die hier.  In meiner Erinnerung ist das alles miteinander verwoben. Interessant dass mich das Buch, obwohl ich eine absolute Leseratte war,  damals nicht so fesseln konnte.  An sich ist es ja auch, wie z.B. Robinson Crusoe, Gullivers Reisen oder Moby Dick, kein Kinderbuch. Vielleicht bin ich jetzt ja alt genug dafür… Ich lad mir für die Feiertage erst mal das Buch hier runter.

Die Serie gibts auch bei amazon. Schade, dass es für Weihnachtswünsche schon zu spät ist 🙂

Toskana – Chianti

Ein kleiner sentimentaler Nachtrag zum Eintrag meines Toskanaurlaubs. Heute hab ich es endlich mal geschafft, wenigstens ein paar Bilder zu bearbeiten, auszuwählen und online zu stellen. Natürlich erstmal die von der Weinabfüllaktion am letzten Tag des Urlaubs. Die anderen kommen aber auch noch.

Knappe 125 Liter Wein haben wir gekauft, in Flaschen abgefüllt, verkorkt und nach Hause geschafft. Natürlich verteilt auf mehrere Parteien. Ich bin gespannt, ob es bis nächstes Jahr reicht. Ich bezweifle es aber stark 🙂

Heute abend werden Chrissi und ich uns auf jeden Fall eine Selbstabgefüllte gönnen – sag ich jetzt einfach mal so 🙂

Die gesamten Fotos der Aktion kann man sich hier anschauen.