Alter Krams

Über Ostern konnte ich ein bisschen mit einer neuen alten Kamera herumspielen.
Eine Olympus OM2 mit einem 24mm Zuiko Objektiv konnte ich für ein paar Stunden bespielen, nachdem ich sie ein paar Tage zuvor aus ihrem über dreißig Jahre andauernden Dornröschenschlaf geweckt. hatte.
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Ein paar neue Batterien und schon war das gute Stück wieder betriebsbereit. Netterweise schlummerte in der Kamera seit diesen besagten 30 Jahren auch noch ein alter Drogeriefarbfilm und somit konnte ich gleich loslegen und bei einem Osterspaziergang ein paar Testbilder machen.

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Die entstandenen Bilder hab ich mutigerweise einer Entwicklung bei unserer Drogerie anvertraut und dann die Negative mit meiner DSLR digitalisiert,mit ColorPerfect, was ich mir letztes Jahr mal gegönnt hatte, konvertiert und dann in Lightroom noch ein wenig nachgehübscht. Passt soweit, auch wenn ich mir von dem alten sicherlich unsachgemäß gelagerten Film ein wenig mehr Farbverschiebungen erhofft hatte…
Gruselig dagegen die Abzüge von Ce We, auch war jedes fünfte Negativ in der Mitte durchgeschnitten. Ich hab den Verdacht, dass die die Qualität mit Absicht runterfahren… digital soll ja alles besser sein.

Farbnegative…

Bei Aldi hab ich mir mal ein paar billige Farbfilme besorgt, um mal zu schauen, inwieweit ich es schaffe, mit Lightroommitteln aus den orange maskierten Negativen halbwegs vernünftige Farbbilder zu machen. Die Negative fotografier ich bei meinen Schwarzweiß-Bildern, wie hier, hier und hier beschrieben, einfach ab – Farbnegative sind da komplexer durch die Orangemaske des Films, der dann auch noch pro Film unterschiedlich ausgeprägt ist.

Einen Film hatte ich in einer (neuen) XD7 , wo sich leider herausgestellt hat, dass die Lichtdichtungen doch irgendwo ziemlich Licht reinlassen und einen hatte Chrissi mit nach Prag genommen und in die Revue 400SE reingefädelt.

Das eine Beispielbild ist aus meiner Serie „Langeweile im Hotelfahrstuhl“

Gerade durch das grüne Neonlicht hatte ich beim Entwickeln in Lightroom ziemliche Farbverschiebungen. Auch sieht man deutlich den Lichteinfall… 😦 Dies ist aber was das angeht, noch mit das Beste.

Das zweite Besipielbild ist bei bedecktem Himmel in Prag aufgenommen worden.

Links sieht man die Fotografin beim Knipsen 🙂
Das war ein wenig einfacher anzugleichen. Kann auch daran liegen, dass da nicht auch noch Fremdlicht in der Kamera war.

Zu einem richtigen, zeitsparenden Workflow bin ich noch nicht gekommen. Es ist ein ziemliches Raneiern an ein gefällgies Bild mit viel Reglerverschieben. Leider reicht es wie erwartet nicht, den Weißabgeich zu nutzen. Man muss viel an den Farbton-, Sättigungs-, und Luminanzreglern rumschieben. Das Hauptproblem ist dann, dass irgendein Farbkanal an irgendeiner Stelle des Bildes vollkommen übersättigt daherkommt und bunte Farbflatschen auf dem Bild erscheinen…

Viel Try and Error… noch nicht richtig zufriedenstellend.